verfügung
Patientenverfügung 2026 – Vorlage (Word & PDF)
Mit einer Patientenverfügung legen Sie selbst fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen, falls Sie durch Krankheit, Unfall oder Demenz nicht mehr selbst entscheiden können. Sie regelt insbesondere lebenserhaltende Maßnahmen, künstliche Ernährung, Schmerzbehandlung sowie Ihre Wünsche zur Organspende.
Nutzen Sie unsere geprüfte Vorlage und erstellen Sie Ihre Patientenverfügung in wenigen Minuten, rechtssicher nach den Vorgaben des § 1827 BGB. Sie erhalten die Vorlage als bearbeitbares Word-Dokument (.docx) sowie als PDF – sofort per E-Mail zum Download.
Was ist eine Patientenverfügung?
Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Erklärung, in der eine einwilligungsfähige Person für den Fall ihrer späteren Entscheidungsunfähigkeit im Voraus festlegt, ob sie in bestimmte ärztliche Untersuchungen, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt.
Rechtliche Grundlage ist § 1827 BGB. Liegt eine wirksame Patientenverfügung vor, sind Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte sowie Bevollmächtigte und Betreuer:innen unmittelbar daran gebunden – sofern die festgelegten Maßnahmen auf die konkrete Lebens- und Behandlungssituation zutreffen.
Eine Patientenverfügung muss schriftlich verfasst und eigenhändig unterschrieben werden. Eine notarielle Beurkundung ist nicht erforderlich. Ergänzend empfiehlt sich eine Vorsorgevollmacht, damit eine Vertrauensperson Ihren Willen gegenüber Ärzten und Behörden durchsetzen kann.
Diese Inhalte gehören in jede Patientenverfügung
Damit Ihre Patientenverfügung im Ernstfall verbindlich ist, sollten folgende Punkte klar und konkret geregelt sein:
Persönliche Angaben
Vollständiger Name, Geburtsdatum und Anschrift der verfassenden Person.
Geltungsbereich
Beschreibung der Situationen, in denen die Verfügung greift (Sterbephase, Wachkoma, Demenz-Endstadium, irreversible Hirnschädigung).
Lebenserhaltende Maßnahmen
Konkrete Festlegung zu Wiederbelebung, künstlicher Beatmung, Dialyse, Antibiotika und Bluttransfusionen.
Künstliche Ernährung
Eindeutige Regelung zu Magensonde, PEG-Sonde und künstlicher Flüssigkeitszufuhr.
Schmerzbehandlung
Wunsch nach umfassender palliativmedizinischer Versorgung – auch wenn dadurch eine Lebenszeitverkürzung möglich ist.
Sterbeort & Beistand
Wünsche zu Hospiz, Palliativstation oder Sterben zu Hause sowie seelsorgerlicher Begleitung.
Organspende
Klare Aussage zu Zustimmung oder Ablehnung einer Organ- und Gewebespende.
Datum & Unterschrift
Eigenhändige Unterschrift mit Ort und Datum – ohne diese ist die Verfügung unwirksam.
Welche Bereiche kann die Patientenverfügung regeln?
Medizinische Maßnahmen
- Wiederbelebung & künstliche Beatmung
- Künstliche Ernährung & Flüssigkeitszufuhr
- Dialyse, Antibiotika, Bluttransfusionen
- Palliativ- und Schmerztherapie
Persönliche Wünsche
- Sterbeort (zu Hause, Hospiz, Palliativstation)
- Seelsorgerlicher Beistand & Begleitung
- Organ- und Gewebespende
- Benennung einer Vertrauensperson
Wissenswertes rund um die Patientenverfügung
Form & Gültigkeit
Die Patientenverfügung muss schriftlich verfasst und eigenhändig unterschrieben werden (§ 1827 Abs. 1 BGB). Eine notarielle Beurkundung ist nicht nötig.
Bindungswirkung
Trifft die Verfügung auf die konkrete Behandlungssituation zu, sind Ärzt:innen, Bevollmächtigte und Betreuer:innen unmittelbar daran gebunden.
Vorsorgevollmacht
In Kombination mit einer Vorsorgevollmacht stellen Sie sicher, dass eine Vertrauensperson Ihren Willen gegenüber Ärzt:innen und Behörden durchsetzt.
Regelmäßig bestätigen
Es empfiehlt sich, die Verfügung alle 1–2 Jahre erneut mit Datum und Unterschrift zu bestätigen, um den aktuellen Willen zu belegen.
Aufbewahrung
Bewahren Sie das Original zugänglich auf und informieren Sie Ihre Vertrauensperson sowie Hausärzt:in. Eine Notfallkarte im Geldbeutel kann sinnvoll sein.
Widerruf jederzeit
Solange Sie einwilligungsfähig sind, können Sie die Patientenverfügung jederzeit formlos – auch mündlich – widerrufen oder ändern.
Häufige Fehler bei der Patientenverfügung
Zu unbestimmte Formulierungen
Allgemeine Aussagen wie „keine lebensverlängernden Maßnahmen“ reichen laut BGH nicht aus. Maßnahmen und Situationen müssen konkret benannt werden.
Keine konkrete Behandlungssituation
Eine Patientenverfügung wirkt nur, wenn sie die tatsächlich eingetretene Situation klar erfasst. Beschreiben Sie Krankheitsbilder so präzise wie möglich.
Fehlende Unterschrift
Ohne eigenhändige Unterschrift mit Ort und Datum ist die Verfügung unwirksam (§ 1827 Abs. 1 BGB).
Keine Vertrauensperson benannt
Ohne Vorsorgevollmacht muss im Ernstfall ein Gericht eine:n Betreuer:in bestellen. Benennen Sie eine Vertrauensperson, die Ihren Willen durchsetzt.
Nicht auffindbar im Notfall
Das beste Dokument nützt nichts, wenn es im Schreibtisch verschwindet. Informieren Sie Angehörige und Ärzt:innen über den Aufbewahrungsort.
Häufig gestellte Fragen
Jetzt rechtssichere Patientenverfügung erstellen
In wenigen Minuten – nach § 1827 BGB – sofort als PDF.